Preisträger 2012 der Disziplinen IV. bis VI.

5.500 Besucher aus 58 Ländern (Stand 12/2012: 7.500 Besucher aus 63 Ländern) und 250 spannende Arbeiten machten die Jurierung nicht leicht.

Das Ergebnis präsentieren wir in den Rubriken "Preisträger 2012" und "Besondere Anerkennung 2012".

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IV. Disziplin  Gamedesign:  es wurde kein Preis vergeben

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V. Disziplin (Film)Musik/Sounddesign – Kategorie Jugendliche

Philip  Eisenfeldt, 18 J., Berliner Pop Schule, Deutschland    

Filmmusik  „Chase and End“

Die mitreißenden Rhythmen entwickeln sich schnell zum „Ohrwurm“, der dem Zuhörer das Gefühl gibt, mehr davon hören zu wollen. Es ist ein sehr eingängiges Musikstück, das die optimale Voraussetzung für einen Film bietet, bereits ohne konkrete Handlung die Fantasie zu wecken.

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V. Disziplin (Film)Musik/Sounddesign – Kategorie Jugendliche

Jugendliche der Blu:Boks Berlin, Deutschland

Song  "Super Mädchen"

Song  "Du kannst, wenn Du willst"

Gewalt kann auch aus persönlich empfundener Minderwertigkeit resultieren und der Song versucht, das zu beschreiben und ermutigt zugleich, das zu ändern.

In beiden Songs fallen besonders die eingängigen Melodien sowie das wirkungsvolle Arrangement auf, das in den Songs die Akzente setzt.

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V. Disziplin (Film)Musik/Sounddesign – Kategorie Amateur Erwachsene

Lorenzo Scacchia, Italien

Filmsound „mai sorto“  / „Never arisen“ / „Lass’ soetwas niemals zu“

Der Tod der Mutter. Vater und Tochter versuchen verzweifelt, das erste Mal eine Beziehung zueinander aufzubauen. Streit um bedeutungslose Dinge. Wut und Aggressionen, Empfundene Bedrohung durch andersartige, fremdartig wirkende Menschen, deren Tochter inzwischen aber die beste Freundin seiner Tochter geworden ist, was den Vater zur Umkehr zwingt.  

Ein dramatischer und emotional bewegender Sound, der die Fantasie anregt und sehr deutlich nachempfinden lässt, in welcher Gefühlswelt sich Gewalt abspielt - in Dunkelheit.

Lorenzo Scacchia will mit seiner Arbeit Fragen aufwerfen, zum Nachdenken anregen und die Menschen bewegen, positive Veränderungen einzuleiten und zu akzeptieren.

Der Filmsound (auch ohne die zugrunde gelegte Handlung) beeindruckt durch die große Spannung und Ausdruckskraft.
 
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V. Disziplin (Film)Musik/Sounddesign – Kategorie Profi in Ausbildung

Jonas Grauer, Deutschland   

Filmmusik „Bis in den Abgrund“

Die Komposition verfügt über ein ansehnliches Spektrum an Ideen zur Kadenzierung, Instrumentalisierung und der E-Musik entnommenen Ausdruckselementen, sie ist einfühlsam und zugleich ausdrucksstark in der Wärme der tiefen Streicher wie in der Monumentalität der Blechbläser, sie geben einem Film Tiefe, erfüllen ihn mit Leben, lassen ihn zu einem unter die Haut gehenden unvergesslichen Erlebnis werden.

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V. Disziplin (Film)Musik/Sounddesign – Kategorie Profi in Ausbildung

Alekos Vuskovic, Chile/Niederlande

Komposition “Carrousel's song at night” (Es wiederholen sich die Lieder in der Nacht)

Die Komposition handelt von Krieg und Kindersoldaten - gut erkennbar das Motiv der Trommel. Die Komposition handelt von der unvorstellbaren Angst und dem sich gerade nachts einstellenden Schmerz, Öde, Leere - dargestellt mit (beinahe schon penetrant anmutenden) Wiederholungen der Streicher-Terz und den stechend verzerrten Sounds, für jeden Zuhörer die nachempfindbare unerträgliche Qual. Hervorzuheben auch der große, zum Höhepunkt führende Bogen der Spannung, endend in der winzig wirkenden Terz - ein Hoffnungsschimmer?

Nahezu plastisch treten auch die gewählten Wettbewerbs-Themen hervor,

- „Kino im Kopf“,
- Die mit den Mitteln der Musik ausgedrückte „Gewalt“,
- Elektronik und Klassik korrespondieren,
- Stilistische Auseinandersetzung.

Die Komposition erhielt die meisten Jurorenstimmen als eine thematisch optimal umgesetzte und fachlich wie klanglich exzellente Arbeit, sie gehört zu der Art moderner Musik, die man mehrmals anhören muss, um sie im Ganzen zu verstehen.

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VI. Disziplin Dramaturgie - Kategorie Amateur Erwachsene

Viktoria Schüßler, Deutschland

Drehbuch-Titel  "2 Minuten 47 Sekunden"

Die Arbeit ist eine kurze klare und sehr visuell aufgezogene Geschichte, ohne die übliche Form, "innovativ" und mutig, als Kurzfilm gut vorstellbar, sie enthält winzige Elemente, dass sich das Geschehen positiv wenden könnte

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VI. Disziplin Dramaturgie - Kategorie Amateur Erwachsene

Ina-Maria Maahs, Deutschland

Arbeit  „Leons Geschichte“

als Hör-Buch unter  „Leons Geschichte“

„Leons Geschichte“  ist die Lebensgeschichte eines neunjährigen Jungen, dessen Vater vor seinen Augen erschossen wird, der danach zunächst in eine gewalttätige Pflegefamilie kommt und der trotz allem seinen unerschütterlichen Optimismus nicht verliert.

Der Text fühlt sich wunderbar in die Situation von Leon ein, er ist sehr bewegend, da auch emotionale Moment ausgereizt sind, z.B. wartet Leon hilflos neben dem toten Vater. Einfachheit und Ehrlichkeit kommen zusammen, die Sprache ist ganz direkt, vollkommen "kunstlos" und daher wirkungsvoll.

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