Preisträger 2012 der Disziplinen I. bis III.


5.500 Besucher aus 58 Ländern (Stand 12/2012: 7.500 Besucher aus 63 Ländern) und 250 spannende Arbeiten machten die Jurierung nicht leicht.

Das Ergebnis präsentieren wir in den Rubriken "Preisträger 2012" und "Besondere Anerkennung 2012".

Ein besonderer Dank für das Stream-Hosting der vorgestellten Kurzfilme geht an
Streampark, Berlin

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I. Disziplin Fotografie – Kategorie Jugendliche

Sebastian Vogt, 17 J., Deutschland

 

     aus der Serie das Bild
     „ohne Titel“ 


Es ist nicht eindeutig, ob es eine gewalttätige Handlung gibt oder ob dem liegenden Jungen geholfen werden soll. Das Herz auf dem Shirt des großen Jungen unterstreicht jedoch den positiven Aspekt - die Hilfeleistung.

Sebastian hat sich in diesem Bild selber "in Szene" gesetzt. Deshalb gehört seine Arbeit, sich offen mit Gewalt auseinanderzusetzen und Mut zu einer öffentlichen Darstellung zu zeigen, zu den besonders anzuerkennenden  Leistungen.   
 
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I. Disziplin Fotografie – Kategorie Amateur Erwachsene

Matthias Ernst, Deutschland


 

     aus der Serie das Bild
     „Rot für Rotseher - körperliche Gewalt“

   


Es geht um körperliche Gewalt. Die rote Karte und die Verletzungen des Jungen verdichten das Thema zu einem eindeutigen  "STOPP der Gewalt", eine eindringliche und überzeugend dargestellte Aussage gegen Gewalt.

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I. Disziplin Fotografie – Kategorie Amateur Erwachsene

Gerhard Scheidig, Deutschland

 

     aus der Serie das Bild 
     „Mama“


Das Bild spricht eine klare Sprache und vermitteln plastisch, wie das Kind als "Werkzeug" gegen den ungeliebten (Ex)Partner missbraucht wird.

„Mama“ - der Schrei eines Kindes, das die Unerträglichkeit der Teilung der Welt in Schwarz und Weiß, in Gut und Böse zum Ausdruck bringt  verbunden mit dem schockierenden Text und der unterdrückten Sehnsucht nach der (liebevollen) Mutter.

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I. Disziplin Fotografie – Kategorie Berufsprofi

Andy Fox, Deutschland


     aus der Serie das Bild
     „Rays of Hope 7“


Schemenhafte weibliche Gestalten in Schwarz und Weiß – was bereits für sich Kontrast und Gegensatz schafft  –,  die sich in einer parallelen Welt zu bewegen scheinen, von den Männern und dem Jungen im Hintergrund wohl nicht wahrgenommen. Das Bild bringt die tiefe Kluft auf den Punkt.

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I. Disziplin Fotografie – Kategorie Berufsprofi

Frank Bayh  und  Steff Rosenberger-Ochs, Deutschland

5-tlg. Serie  „Ruhig Brauner“
 

         


Kinder in der heutigen Zeit werden an eine Gewalt verherrlichende Realität  grausam herangeführt, ohne dass sie den realen und geschichtlichen Hintergrund erkennen und kennen. Das Verständnis dafür wäre zu viel gefordert, wird fälschlicherweise den Kindern spielend als eine nur aufregende Reality Show / Game vermittelt.

In diesen Aufnahmen von Bayh und Rosenberger-Ochs kommen genau diese Aspekte sehr gut zur Geltung, spielend leicht und kindlich wird grausam mit Realitäten und Geschichte umgegangen – ohne dabei einen Vorwurf an Kindern zu üben, denn unsere Gesellschaft und Industrie macht es möglich, insgesamt eine fachlich und thematisch auffallende  Arbeit.

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II. Disziplin Kurzfilm - Kategorie Jugendliche 

Jacqueline Pawliczek, Deutschland


Kurzfilm "Mein Glücksbringer"

Die Filmerin erhielt die Auszeichnung für Ihre hervorragende und zugleich vielseitige Leistung in den Bereichen Drehbuch, Regie und Schauspiel. Sie beeindruckte die Jury bspw. mit einer Fülle an künstlerischen Lösungen.

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II. Disziplin Kurzfilm - Kategorie Profi in Ausbildung

Anthony Schatteman, Belgien


Kurzfilm "Kus me zachtjes"

Ohne plakative Gewaltdarstellung wird hier eine latente Aggression gegen Minderheiten spürbar, der Konflikt könnte jederzeit ausbrechen, wird aber gewaltfrei aufgelöst. Bestechend sind die Ruhe des Films und die Ästhetik von Aufnahmen und Drehbuch.

Diese hervorragend gemachte Arbeit zeigt eine interessante Dramaturgie mit überzeugenden schauspielerischen Leistungen, sie ist auch technisch hervorragend umgesetzt. Insgesamt eine starke Leistung! Dieser Film erhielt die meisten Jurorenstimmen.

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III. Disziplin Animationsfilm - Kategorie Profi in Ausbildung

Natalie Bitutski, Deutschland
 

Animationsfilm „Schattensprung“

Der Akteur verschließt sich vor der Welt – steht sich selbst im Schatten. In seiner Einsamkeit ist er auf sich selbst und seine Besitztümer fixiert. Eines Tages begegnet er seiner anderen Seite, lernt zu teilen und zu vertrauen und erfährt vom wahren Reichtum, der mehr wert ist als alle seine materiellen Schätze.

Der Animationsfilm »Schattensprung« vereint gekonnt die kreative, dramaturgische Aufbereitung einer zum Thema des Wettbewerbs passenden Geschichte. Er wurde mit technisch aufwendiger Stop-Motion Tricktechnik in verschiedenen Bildebenen erzählt. Die eingesetzten Materialien verleihen dem Film einen eigenen Charakter, der den Film auch bezüglich der Bildgestaltung besonders hervorhebt.

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